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Transithandel

Die Ware geht direkt vom Hersteller zum Abnehmer. Das Geschäft wird in Istanbul gesteuert.

Transithandel bedeutet, dass eine Ware im Ausland gekauft und ohne Einfuhr in die Türkei an ein Drittland verkauft wird. Auf dieser Seite erläutern wir, wie das Modell bei Gesundheitsprodukten funktioniert, mit welchen Dokumenten es abläuft und worauf zu achten ist.

  • EXW
  • FCA
  • FOB
  • CIF
  • CIP
  • DAP
HerstellungslandHersteller / autorisierter Händler
SUNVERA · IstanbulVertrag · Dokumente · Zahlung
BestimmungslandKrankenhaus / Distributor / Importeur
  • Warenfluss (direkt)
  • Dokumenten- und Zahlungsfluss

So funktioniert das Modell

SUNVERA kauft das Produkt im eigenen Namen beim Hersteller oder bei dessen autorisiertem Händler und verkauft es im eigenen Namen an den Abnehmer. So entstehen zwei getrennte Verträge: der Einkaufsvertrag mit dem Lieferanten und der Verkaufsvertrag mit dem Abnehmer.

Die Ware wird vom Lager, Flughafen oder Hafen im Herstellungsland direkt an den Bestimmungsort im Land des Abnehmers versandt. Wenn die Route es erfordert, können Zolllager oder Freizonen in der Türkei als Zwischenstation genutzt werden; auch dann wird die Ware nicht in die Türkei eingeführt.

Transitgeschäfte unterliegen den Devisenvorschriften, der Praxis der Banken und den Außenhandelsregeln der beteiligten Länder. Die Struktur jedes Geschäfts legen wir gemeinsam fest, sobald Parteien und Produkt feststehen.

Was der Abnehmer davon hat

Ein Ansprechpartner: Statt mit mehreren Herstellern in verschiedenen Ländern getrennt zu korrespondieren, gibt es einen Vertrag, eine Rechnung und eine Dokumentenmappe. Für einen Distributor, der Produkte in seinem Land registrieren lässt, vereinfacht das die Beschaffung.

Laufzeit und Haltbarkeit: Da die Ware kein unnötiges Land anläuft, verkürzt sich die Transportzeit. Bei Produkten mit begrenzter Haltbarkeit bedeutet das mehr Restlaufzeit beim Abnehmer.

Ausgewogene Zahlung: Akkreditiv, Dokumenteninkasso oder Vorauszahlung werden nach Volumen des Geschäfts und nach dem Grad der Vertrautheit zwischen den Parteien vereinbart.

Was der Hersteller davon hat

Zugang zu einem neuen Markt, ohne dort eine Gesellschaft zu gründen und ohne das Zahlungsrisiko allein zu tragen. Bestellung, Zahlung und Dokumentenkorrespondenz laufen über einen einzigen Ansprechpartner.

Dokumente, die so vorbereitet werden, wie das Bestimmungsland sie erwartet. Welche Dokumente eine Apostille, eine Konsulatslegalisation oder eine beglaubigte Übersetzung benötigen, legen wir vor dem Versand gemeinsam fest.

Transit bei Gesundheitsprodukten

Vier sensible Punkte, die es bei gewöhnlicher Ware nicht gibt

Der echte Hersteller bleibt sichtbar

Im Transithandel wird die Verkaufsrechnung auf SUNVERA ausgestellt. Auf dem Etikett, in der Konformitätserklärung und im Analysenzertifikat bleibt jedoch der tatsächliche Hersteller unverändert. Bei Gesundheitsprodukten lassen sich Herstellerangaben nicht verbergen; wir halten das auch nicht für richtig.

Sprache von Etikett und Gebrauchsanweisung

Viele Länder verlangen Etikett und Gebrauchsanweisung (IFU) in ihrer Amtssprache. Diese Anforderung wird bei der Bestellung mit dem Hersteller geklärt; eine nachträgliche Etikettierung ist nur in autorisierten Betrieben und gemäß den Vorschriften möglich.

Anforderung an die Restlaufzeit

Abnehmer verlangen häufig einen Mindestanteil oder eine Mindestdauer an Restlaufzeit bei Lieferung. Diese Anforderung nehmen wir in den Vertrag auf und prüfen sie vor der Verladung chargenweise.

Switch B/L und Rückverfolgbarkeit

Die Neuausstellung des Konnossements (Switch B/L) kann helfen, die geschäftliche Vertraulichkeit zwischen den Parteien zu wahren. Chargen- und Seriennummer, Ursprung und Herstellerangaben bleiben für die Rückverfolgbarkeit jedoch in den Dokumenten.

Dokumente

Die Dokumentenmappe einer Sendung von Gesundheitsprodukten

  1. 01

    Proformarechnung und Vertrag

    Produktbeschreibung, Modell- oder Katalognummer, Menge, Stückpreis, Lieferbedingung, Anforderung an die Restlaufzeit und Zahlungsbedingungen.

  2. 02

    Handelsrechnung

    Wird für Einkauf und Verkauf getrennt ausgestellt. Chargen- oder Seriennummern und Verfallsdaten stehen auf der Rechnung oder in deren Anlage.

  3. 03

    Packliste

    Netto- und Bruttogewichte, Abmessungen und Chargenverteilung je Karton und Palette sowie die Kennzeichnung temperaturempfindlicher Kartons.

  4. 04

    Transportdokument

    Im Luftverkehr der Luftfrachtbrief (AWB), im Seeverkehr das Konnossement (B/L), im Straßenverkehr der CMR-Frachtbrief. Bei Bedarf wird das Konnossement neu ausgestellt (Switch B/L).

  5. 05

    Ursprungszeugnis

    Weist das Herstellungsland des Produkts nach. Wird im Bestimmungsland für Zölle, Präferenzregelungen und manche öffentlichen Ausschreibungen verlangt.

  6. 06

    Konformitätsnachweise des Produkts

    Konformitätserklärung, Zertifikat der Benannten Stelle, QM-Zertifikat und bei Bedarf Freiverkaufszertifikat. Details finden Sie auf unserer Seite zur Konformität.

  7. 07

    Analysen- und Temperaturaufzeichnungen

    Analysenzertifikat (CoA) je Charge und bei Kühlkettensendungen der Ausdruck des Datenloggers. Bei der Wareneingangsprüfung des Abnehmers sind dies die ersten Dokumente, die geprüft werden.

  8. 08

    Versicherungspolice

    Wird bei Lieferungen CIF oder CIP oder auf Wunsch des Abnehmers ausgestellt. Bei temperaturempfindlichen Produkten wird gesondert geprüft, ob die Police Temperaturabweichungen abdeckt.

Lieferbedingungen

Welche Incoterms 2020 Klausel wann passt

EXW

Ex Works

Die Ware wird im Werk des Herstellers übergeben; Ausfuhrabwicklung und Transport trägt der Abnehmer. Geeignet für Distributoren mit eigenem Logistiknetz, wobei vorab geklärt sein muss, wer die Ausfuhranmeldung abgibt.

FCA

Free Carrier

Die Ware wird am vereinbarten Ort dem Frachtführer des Abnehmers übergeben. Bei Luftfracht und Containersendungen eine praktische Wahl, wenn der Abnehmer mit seinem eigenen Spediteur arbeitet.

FOB

Free On Board

Nur im See- und Binnenschiffsverkehr anwendbar. Üblich bei sperriger, nicht temperaturempfindlicher Ladung wie Krankenhausbetten, Rollstühlen oder Hygieneprodukten.

CIF

Cost, Insurance and Freight

Seefracht und Versicherung mit Mindestdeckung trägt der Verkäufer; die Gefahr geht über, sobald die Ware an Bord des Schiffes ist. Sinnvoll bei konventioneller Seefracht; für Containerladungen ist CIP besser geeignet.

CIP

Carriage and Insurance Paid To

Für jede Transportart anwendbar; Transport und Versicherung mit erweiterter Deckung trägt der Verkäufer. Häufig gewählt bei hochwertigen Geräten per Luftfracht und bei Kühlkettenprodukten.

DAP

Delivered at Place

Die Ware wird am vereinbarten Ort im Bestimmungsland entladebereit und unverzollt übergeben. Geeignet, wenn der Abnehmer als Zulassungsinhaber die Verzollung selbst übernimmt.

Zahlung

Zahlungsformen

Akkreditiv (L/C)

Die Bank des Abnehmers verpflichtet sich zur Zahlung, sobald die Dokumente akkreditivkonform vorgelegt werden. Bevorzugt bei erstmaliger Zusammenarbeit und bei großen Beträgen. Im Transithandel können übertragbare Akkreditive oder Gegenakkreditive genutzt werden.

Dokumenteninkasso (CAD)

Die Dokumente werden über die Banken gegen Zahlung an den Abnehmer ausgehändigt. Ohne die Dokumente kann der Abnehmer die Ware nicht verzollen. Ein ausgewogener Weg für Parteien, die sich kennen.

Vorauszahlung und Teilvorauszahlung

Anzahlung bei Bestellung, Restbetrag vor oder nach der Verladung. Üblich bei Mustern, kleinen Beträgen und Bestellungen mit kurzer Lieferzeit.

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Teilen Sie uns Produkt, Modell oder Spezifikation, Menge, Bestimmungsland und benötigte Dokumente mit. Gemeinsam erarbeiten wir die Beschaffungsoption und den Versandplan.